Kölner Hochaltrigenstudie NRW80+

Mehrheit der über 80-jährigen mit Lebenssituation zufrieden: In Deutschland ist 2050 jeder Achte mindestens 80 Jahre alt – Ministerin Pfeiffer-Poensgen: Nordrhein-Westfalen baut Spitzenposition in der Alternsforschung aus

86 Prozent der Hochaltrigen sind mit ihrem Leben weitgehend zufrieden – das ist ein zentrales Ergebnis der bundesweit ersten repräsentativen Studie zur Lebenssituation der Altersgruppe 80+. Nach einer mehrjährigen Vorbereitungsphase sind seit Mitte letzten Jahres Achtzigjährige und Ältere zu ihren Lebensumständen befragt worden. Forscherinnen unterschiedlicher Fachrichtungen der Universität zu Köln haben einige Ergebnisse der landesweiten Hochaltrigenstudie NRW80+ nun gemeinsam mit Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen vorgestellt. Sie geben unter anderem Aufschluss über das subjektive Wohlbefinden, die Nutzung von Pflegeangeboten, soziale Kontakte und Aktivitäten. Das Land fördert die Studie mit 1,5 Millionen Euro. Weiterlesen

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„Power“ macht Senioren fit

Programm „POWER“ macht Senioren in Bochum, Dortmund, Witten, Herdecke, Herne und Hagen fit. Für begleitete Spaziergänge mit älteren Menschen suchen die Verantwortlichen noch ehrenamtliche Helfer

Wer sich im Alter wenig bewegt, wird eher krank. Daher empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 2,5 Stunden körperliche Aktivität pro Woche. Viele ältere Menschen bewegen sich allerdings aufgrund körperlicher Einschränkungen oder fehlender sozialer Unterstützung zu wenig. Dies zu ändern ist das Ziel des von Prof. Dr. Andreas Sönnichsen initiierten Projektes „POWER“, das Seniorinnen und Senioren, die in Pflegeheimen leben, zu mehr Bewegung im Alter einlädt. „Dazu wählen wir die Form des begleiteten Spazierengehens“, sagt Sönnichsen, Leiter des Instituts für Allgemeinmedizin und Familienmedizin der Universität Witten/Herdecke (UW/H). „Zur Begleitung benötigen wir aber noch die Hilfe von vielen Spaziergangspartnern.“ Aufgabe der ehrenamtlichen Helfer ist es auch, nach einer entsprechenden Schulung das Programm für ihren Spaziergangspartner zu organisieren. Neben einer Steigerung der körperlichen Aktivität soll es auch darum gehen, den Seniorinnen und Senioren neue soziale Kontakte zu ermöglichen. Weiterlesen

Ältere Menschen und Digitalisierung

Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler, Dekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV), wurde am 23. August 2018 von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey in die „Achte Altersberichtskommission“ der Bundesregierung berufen. Im Rahmen des Schwerpunktthemas „Ältere Menschen und Digitalisierung“ sollen zehn Expertinnen und Experten aus den Bereichen Gerontologie, Informatik, Soziologie und Kulturwissenschaften herausarbeiten, welchen Beitrag Digitalisierung und Technik zu einem guten Leben im Alter leisten können, welchen Nutzen und Mehrwert diese für ältere Menschen hat und welche gesellschaftlichen, sozialen und ethischen Fragen in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen sind. Weiterlesen

Konsum im Ruhestand läßt sich nicht halten

Gut die Hälfte der rentennahen Erwerbstätigen kann Konsum im Ruhestand nicht halten – Absenken der gesetzlichen Rente verschärft Problem

Viele Erwerbstätige, die kurz vor der Rente stehen, werden sich im Ruhestand einschränken müssen: Mehr als die Hälfte, 58 Prozent, der 55- bis 64-jährigen Erwerbstätigen hätten nicht genug Ansprüche an die gesetzliche, betriebliche oder private Altersversorgung, um ihr aktuelles Konsumniveau aufrecht zu erhalten, wenn sie jetzt in Rente gingen. Falls sie noch bis zum durchschnittlichen Renteneintrittsalter auf ihrer aktuellen Position weiterarbeiten können, sind immer noch rund 50 Prozent davon betroffen. Weiterlesen

Sprache und Altersbilder (DZA-Newsletter)

„Die Tragödie des Alters besteht nicht darin, dass man alt ist, sondern dass man jung ist.“ (Wilde, Oscar).

Das Zitat von Oscar Wilde aus dem 19. Jahrhundert lässt sich in die Neuzeit adaptieren. In der Linguistikforschung wird die Beschäftigung mit Altersbildern vernachlässigt (Fiehler; Thimm 1998). Gründe für die mangelnde Auseinandersetzung mit dem Thema sehen die Autoren in der negativen Bewertung des Alters in der Gesellschaft. Aus diesen gesellschaftlich geteilten Alternsnormen resultiert das von ihnen entwickelte „Stereotypenmodell“. Danach wird „Alter als Auslöser von stereotypen Einstellungen und einer daraus resultierenden sprachlichen Anpassung (kommunikative Akkomodation), die in Form von Sprechstilen linguistisch manifestiert wird, gesehen“ (Fiehler; Thimm 1998).

Quellen: Fiehler, Reihard; Thimm, Caja (1998): Das Alter als Gegenstand linguistischer Forschung. Eine Einführung in die Thematik. In: Fiehler, Reihard; Thimm, Caja (Hrsg.): Sprache und Kommunikation im Alter. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 7-17. Wilde, Oscar zitiert nach Pott, Hans G. (2008): Eigensinn des Alters. Literarische Erkundigungen. München: Fink Verlag, S. 188f.

Wir möchten den „Tag der Sprache“ am 9. September zum Anlass nehmen, uns in diesem Monat mit dem Thema „Sprache und Altersbilder“ zu beschäftigen. Weiterlesen

Achte Altersberichtskommission nimmt Arbeit auf

Die Sachverständigenkommission für den Achten Bericht zur Lage der älteren Generation in Deutschland hat heute ihre Arbeit aufgenommen. Zehn Expertinnen und Experten aus Psychologie, Sozialwissenschaft, Gerontologie, Informatik, Pflege- und Kulturwissenschaft sind von der Bundesministerin Dr. Franziska Giffey beauftragt, das Thema „Ältere Menschen und Digitalisierung“ zu beleuchten und politische Handlungsempfehlungen für diesen Bereich zu formulieren. Dabei soll an die zentrale Zielsetzung des Siebten Altersberichts angeknüpft werden: die Teilhabe und das selbstbestimmte Leben älterer Menschen sicherzustellen – dieses Mal mit Blick auf die Chancen und Herausforderungen digitaler und anderer technischer Unterstützungsmöglichkeiten in verschiedenen Lebensbereichen. Die Technisierung und Digitalisierung ganz unterschiedlicher Lebensbereiche macht auch vor den Alltagswelten älterer Menschen nicht Halt – und wirft Fragen auf, etwa zum tatsächlichen Nutzen und zu den Auswirkungen unterschiedlicher Technisierungsprozesse. Weiterlesen