Ein Roboter als Mitbewohner

Forscher der Uni Siegen haben einen Roboter designt, der SeniorInnen dabei unterstützen soll, länger selbstständig in der eigenen Wohnung zu leben.

Wenn Frieda nach dem Einkaufen nach Hause kommt, wartet in der Wohnung der 75-Jährigen ein Roboter auf sie. Sympartner heißt er, ist 1,50 m groß, begrüßt die Seniorin und fragt, ob er ihre Wohnungsschlüssel aufbewahren soll. Der untere Teil des Roboters besteht aus Holz, darauf können SeniorInnen zum Beispiel ein Buch oder Magazin ablegen. Vorn ist ein Tablet eingebaut, das SeniorInnen im Sitzen bedienen können. Das Besondere an Sympartner ist seine soziale Funktion. Er soll dafür sorgen, dass SeniorInnen sich nicht einsam fühlen, wenn sie im Alter alleine wohnen, und dabei unterstützen, dass sie länger selbstständig im eigenen Haus leben können. Beides sind Wünsche, die ältere Menschen immer wieder äußern. In einem Kooperationsprojekt, unter anderem mit der TU Ilmenau, haben Forscher der Uni Siegen den Roboter entwickelt. Die Siegener Wissenschaftler waren für das Design des Roboters zuständig. Sie haben entschieden, wie er aussehen soll, welche Emotionen er wie zeigt und wie die SeniorInnen ihn bedienen können. Weiterlesen

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Hochaltrige bleiben oft von Demenz verschont

Was die Gesundheit von Langlebigen auszeichnet und wie sich der Stress von Patienten in Kinderwunschkliniken reduzieren lässt, lesen Sie in der neuen Ausgabe von „Demografische Forschung Aus Erster Hand“. Weiterlesen

Eine Gesellschaft im Umbruch

11. bis 15. Februar 2019, Königswinter: „Bewegte Zeiten durch Digitalisierung, Globalisierung und einer veränderten Demografie. Eine Gesellschaft im Umbruch

Die Gesellschaft ist einem rasanten Wandel unterworfen. Die Deutsche Einheit, Zuwanderung und die demografische Entwicklung haben insbesondere in den Städten zu augenfälligen Veränderungen geführt. Politik, insbesondere die Sozialpolitik, muss sich auf diese tiefgreifenden Veränderungen einstellen. Das Seminar richtet sich an Interessierte, die Politik vor Ort gestalten oder zumindest beeinflussen möchten und an aktive Kommunalpolitikerinnen und -politiker.

www.azk-csp.de

Sammelbesprechung

Dr. Ludwig Amrhein, der bei der Generali-Alterstudie mitgewirkt hat, veröffentlichte in Heft 2/2018 der Soziologischen Revue eine Sammelbesprechung mit dem Titel „Konstruktionen, Dekonstruktionen und Rekonstruktionen des Alters“ , in der er insgesamt neun Bücher aus den Jahren 2013 bis 2016 rezensierte. Weiterlesen

Die Babyboomer: aktiv, erwerbstätig, engagiert, pflegend

Deutsches Zentrum für Altersfragen: Die Babyboomer – die geburtenstarken Jahrgänge zwischen 1955 und 1964 – wuchsen in einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche auf. Wie hat sich dies auf das Erwerbsverhalten, das ehrenamtliche Engagement und die Fürsorgetätigkeiten und die materielle Lage dieser Generation(en) ausgewirkt? Ulrike Ehrlich und Claudia Vogel vom Deutschen Zentrum für Altersfragen stellten fest: die Babyboomer sind in höheren Anteilen erwerbstätig, häufiger engagiert als die Jahrgänge der Nachkriegszeit und übernehmen genauso häufig Pflegeaufgaben. Ihre materielle Lage unterscheidet sich jedoch kaum von der Vorgängergeneration und noch immer übernehmen Frauen häufiger unbezahlte Pflegeaufgaben. Weiterlesen

Alterskriminalität

Deutsches Zentrum für Altersfragen: Mit der absoluten und relativen Zunahme älterer Menschen ab 60 Jahren in der Gesellschaft erhöhen sich Art und Umfang der registrierten Kriminalität. Der Anteil über 60-Jähriger macht ca. ein Viertel der deutschen Bevölkerung aus, aber sie stellen nur sieben Prozent aller Tatverdächtigen. Die Kriminalitätsrate ist im Vergleich zu anderen Altersgruppen sehr gering. Die Polizeilichen Kriminalstatistiken der Jahre 2016 und 2017 beweisen, dass es sich bei den älteren, überwiegend männlichen Tatverdächtigen in der Tat nur um ein Randphänomen handelt. Ältere Menschen ab 60 Jahren verüben Straftaten von geringerer Schwere. Klassische Bereiche waren 2017 Beleidigungen, Vermögensdelikte und Sachbeschädigungen. Weiterlesen

Die Babyboomer gehen in Rente

Ein Drittel der Erwerbstätigen vor dem Ruhestand, Kommunen unter Druck

Leere Eigenheime, Wohlstandsgefälle, soziale Isolation: Der Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge der 1950er und 1960er Jahre ab 2018 hat im schlimmsten Fall gravierende Auswirkungen auf das kommunale Leben. Im besten Fall birgt der Ruhestand der Babyboomer aber ein immenses Potenzial an politisch und gesellschaftlich Engagierten. Zu diesem Schluss kommt das Thesenpapier „Die Babyboomer gehen in Rente. Was das für die Kommunen bedeutet“ des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung im Auftrag der Körber-Stiftung. Weiterlesen