Realistische Altersbilder

Gegen Altersdiskriminierung, für mehr Lebensqualität im Alter

Der Internationale Tag des älteren Menschen am 1. Oktober bietet Anlass, einen Blick auf die vorherrschenden Altersbilder zu werfen Weiterlesen

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Sprache und Altersbilder (DZA-Newsletter)

„Die Tragödie des Alters besteht nicht darin, dass man alt ist, sondern dass man jung ist.“ (Wilde, Oscar).

Das Zitat von Oscar Wilde aus dem 19. Jahrhundert lässt sich in die Neuzeit adaptieren. In der Linguistikforschung wird die Beschäftigung mit Altersbildern vernachlässigt (Fiehler; Thimm 1998). Gründe für die mangelnde Auseinandersetzung mit dem Thema sehen die Autoren in der negativen Bewertung des Alters in der Gesellschaft. Aus diesen gesellschaftlich geteilten Alternsnormen resultiert das von ihnen entwickelte „Stereotypenmodell“. Danach wird „Alter als Auslöser von stereotypen Einstellungen und einer daraus resultierenden sprachlichen Anpassung (kommunikative Akkomodation), die in Form von Sprechstilen linguistisch manifestiert wird, gesehen“ (Fiehler; Thimm 1998).

Quellen: Fiehler, Reihard; Thimm, Caja (1998): Das Alter als Gegenstand linguistischer Forschung. Eine Einführung in die Thematik. In: Fiehler, Reihard; Thimm, Caja (Hrsg.): Sprache und Kommunikation im Alter. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 7-17. Wilde, Oscar zitiert nach Pott, Hans G. (2008): Eigensinn des Alters. Literarische Erkundigungen. München: Fink Verlag, S. 188f.

Wir möchten den „Tag der Sprache“ am 9. September zum Anlass nehmen, uns in diesem Monat mit dem Thema „Sprache und Altersbilder“ zu beschäftigen. Weiterlesen

ProAlter 2/2018

„Generation Babyboomer. Potenziale erkennen – Ressourcen aktivieren – Engagement fördern“

ProAlter, das Fachmagazin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe e.V. (KDA) informiert viermal Mal im Jahr mit Berichten, Reportagen, Interviews und Kommentaren zu wichtigen und aktuellen Fragen rund ums Alter und Älterwerden. Das Spektrum umfasst dabei alle Bereiche der Altenhilfe und Seniorenarbeit, von der Pflege bis hin zur kommunalen Altenhilfeplanung und zum bürgerschaftlichen Engagement. Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Generation der „Babyboomer“ und wie diese das Altersbild der nahen Zukunft prägen werden.

https://kda.de

Ganz schön alt!

Altersbilder in Kultur und Gesellschaft

In der neuen Ausgabe des Magazins Kulturräume+ des Kompetenzzentrums für Kulturelle Bildung im Alter und Inklusion (kubia) geht es um Altersbilder in Kultur und Gesellschaft. Altersstereotype, aber auch unsere Vorstellungen vom „eigenen“ Älterwerden haben nachweislich Effekte auf unsere Gesundheit und Langlebigkeit und somit auf die Lebensqualität im Alter. Kunst und Kultur bieten Spiel- und Freiräume, überkommene Altersbilder zu hinterfragen und neue, realistischere Sichtweisen zu entwerfen. Das Heft steht online als barrierefreies PDF zum Download zur Verfügung oder wird auf Anfrage kostenfrei per Post zugeschickt.

https://ibk-kubia.de

Contemporary Perspectives on Ageism

„Ältere Arbeitnehmer/inn/en sind nicht leistungsfähig“ – „Kredite für Personen im Rentenalter sind zu risikobehaftet“ – „Wenn ich alt werde, werde ich krank und einsam“

Solche stereotypen Überzeugungen, Vorstellungen und Erwartungen aufgrund des Alters von Personen finden sich in den verschiedensten Lebensbereichen wie der Arbeitswelt, in der Gesundheitsversorgung oder im öffentlichen Leben, aber auch in der Wahrnehmung, im Verhalten und den kulturellen Werten wieder – oft mit negativen Folgen für Individuen und für die Gesellschaft als Ganzes. Weiterlesen

Aging and Self-Realization

Cultural Narratives about Later Life

Dominant cultural narratives about later life dismiss the value senior citizen hold for society. In her cultural-philosophical critique, Hanne Laceulle outlines counter narratives that acknowledge both potentials and vulnerabilities of later life. She draws on the rich philosophical tradition of thought about self-realization and explores the significance of ethical concepts essential to the process of growing old such as autonomy, authenticity and virtue. These counter narratives aim to support older individuals in their search for a meaningful age identity, while they make society recognize its senior members as valued participants and moral agents of their own lives.

Autorin ist Hanne Laceulle

Hanne Laceulle (PhD), born in 1975, obtained her doctorate „cum laude“ at the University of Humanistic Studies in Utrecht, the Netherlands, where she currently works as an Assistant Professor of Philosophy of Life Course and Art of Living. In 2017, she received the European Network in Aging Studies (ENAS) award for the best PhD thesis.

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Imagining Ageing

Representation of Age and Ageing in the Anglophone Literature

What do literary texts tell us about growing old? The essays in this volume introduce and explore representations of ageing and old age in canonical works of English-language literature from the perspective of US-American culture. The contributors take a look at texts by William Shakespeare, J.M. Coetzee, Seamus Heaney, Alice Munro, and Ian McEwan and suggest solutions to the challenges that come with the current demographic change brought about by ageing Western populations.

Herausgeberin ist Carmen Concilio

Carmen Concilio (Prof.), born in 1966, teaches English and Postcolonial Literature at the University of Turin, Italy. She was a student of Claudio Gorlier, the first Italian Chair of Postcolonial Literature in English. She specialized in the field of Canadian, Indian, Australian and South African Literature and received the Faculty Enrichment Programme award from the Canadian Government in 2009.

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