Freunde werden im Alter wichtiger

DZA-Pressemitteilung anläßlich des Internationalen Tags der Freundschaft am 30.07.2017

Angesichts eines wachsenden Anteils kinderloser und geschiedener Menschen wird die soziale Einbettung älterer Menschen häufig mit Sorge betrachtet. Studien des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) zeigen jedoch, dass übertriebene Besorgnis in dieser Hinsicht unbegründet ist. So konnten DZA-Forscher zeigen, dass in den letzten zwei Jahrzehnten zunehmend mehr Menschen nicht nur Kinder und Partner, sondern auch Freunde zu ihren engsten und wichtigsten Beziehungen zählen. Immer häufiger wenden sich ältere Menschen an Freunde, wenn sie einen guten Rat brauchen oder getröstet werden wollen. Hinzu kommt: Im höheren Alter werden immer mehr Freizeitaktivitäten mit Freunden und nicht nur mit Familienmitgliedern unternommen. Deutlich zeigen sich dabei positive Auswirkungen von Aktivitäten mit Freunden. Oliver Huxhold, einer der Autoren der Studie, erläutert: „Zeit mit Freunden zu verbringen und gemeinsam mit Freunden aktiv zu sein, hilft das emotionale Wohlbefinden im Alter aufrechtzuerhalten.“ Weiterlesen

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„Leere“ und „Fülle“

Daniel Miller (2009) hat in „The comfort of things“ (2012 unter dem Titel „Der Trost der Dinge“ bei Suhrkamp erschienen) einige inspirierende, fast frei von jedem akademischen Gestus verfaßte ethnographische Studien über die Wohnungseinrichtungen von Bewohnern einer Straße in Süd-London veröffentlicht. Während die erste Studie „Leere“ über die besuchte Wohnung kaum etwas auszusagen vermag, wie der Titel schon nahelegt, verhält es sich mit der zweiten, mit „Fülle“ überschrieben, genau anders herum.

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Culture and Consumption among the Elderly

Three Research Objectives in an Emerging Field

1987 veröffentlichte Grant McCracken in Aging and Society (Vol. 7, S. 203-224) einen mehrschichtigen Beitrag, da er einerseits eine für die damalige Zeit sehr brauchbare Übersicht über den Stand der Konsumforschung mit einem besonderen Fokus auf das Verhältnis von Konsum, Konsumenten und Konsumobjekten lieferte, andererseits über ein laufendes ethnographisches Projekt berichtete, das McCracken damals in Ontario, Kanada, hinsichtlich des Verhältnisses älterer Menschen bezüglich ihrer eigenen Konsumobjekte durchführte.

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Older people and their spaces

A study of well-being and attachment to place in Aotearoa New Zealand

2009 veröffentlichten die Autorinnen Janine L. Wiles, Ruth E. S. Allen, Anthea J. Palmer, Karen J. Hayman, Sally Keeling und Ngaire Kerse in Social Science & Medicine (Vol. 68, S. 664-671) eine Studie, bei der zwischen 2006 und 2008 insgesamt 83 Personen über 75 Jahren in der neuseeländischen Hauptstadt Auckland zu ihrem Verhältnis des sie umgebenden Raumes (Wohnung, Stadtviertel, Stadt, Region) befragt wurden.

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