Dossier „Demografischer Wandel“

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat ein Dossier „Demografischer Wandel“ veröffentlicht. Es bietet Informationen und Materialien zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland und deren Auswirkung auf das Wachstum, Wirtschaft und Arbeit, die föderalen Strukturen und die Gesellschaft sowie die Folgen für die Infrastrukturangebote.

www.bpb.de

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Demografischer Wandel und Digitalisierung

Am 3. November 2017 laden die Ostfalia Hochschule und der Präventionsrat Uelzen von 9 bis 17 Uhr zur Fachtagung „Demografischer Wandel und Digitalisierung“ in die Ostfalia, Herbert-Meyer-Straße 7 in Suderburg ein.

Die rasante Digitalisierung aller Gesellschaftsbereiche, sei es die der Wirtschaft, der sozialen und gesundheitlichen Infrastrukturen, des alltäglichen Lebens oder auch der Gesundheitsprävention, wird gesellschaftliche Strukturen verändern, wenn nicht gar Strukturbrüche hervorbringen. Diese schnellen und sich tendenziell beschleunigenden Veränderungen treffen auf eine älter werdende Gesellschaft. Weiterlesen

Demographie und Alterssicherung

Demografischer Wandel und Alterssicherung – Digitale Infomappe

Die Alterssicherungspolitik in Deutschland hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten vor allem auf eine Senkung und längerfristige Stabilisierung der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) in einer alternden Gesellschaft konzentriert. Weiterlesen

Hohes Alter, aber nicht für alle

Seit gut einem Jahrhundert steigt die globale mittlere Lebenserwartung. Kann sich der Trend immer weiter fortsetzen? Langlebigkeits-Optimisten sind überzeugt, dass heute schon Menschen leben, die 150 Jahre alt werden können. Doch zwischen einzelnen Regionen und gesellschaftlichen Schichten gibt es enorme Unterschiede bei der Lebenserwartung. Wie diese zustande kommen, zeigt die neue Studie des Berlin-Instituts. Gesellschaft und Politik sind gefordert, in den verschiedensten Handlungsfeldern aktiv zu werden, um die gesundheitlichen Ungleichheiten auszugleichen. Weiterlesen

Seniorenkonsum: Ein Literaturüberblick

Seit den 1950er-Jahren gibt es überhaupt erst Forschung über den Konsum älterer Menschen, speziell Senioren (65+), vorrangig in Nordamerika, und noch recht vereinzelt, seit den 1990er-Jahren, dann in Europa. Der Hauptfokus liegt auf dem Konsum im engeren Sinne, d. h. mit Blick auf sämtliche Aktivitäten rund um das Einkaufen. Alles, was mit der tatsächlichen Verwendung der Sach- oder Dienstleistungen im Alltag zu tun hat, wird demgegenüber stark vernachlässigt, wie eine erste Literaturauswertung zeigt. Der Beitrag dokumentiert den Stand der Seniorenkonsum-Forschung anhand dieser Unterscheidung und plädiert zum Schluss dafür, deutlich mehr Aufmerksamkeit für den Seniorenkonsum im weiteren Sinne, d. h. für die ­tatsächliche Verwendung der entsprechenden Sach- und Dienstleistungen durch ältere ­Konsumenten und Konsumentinnen aufzubringen.

Der Link zum Abstract.

Kai-Uwe Hellmann: Seniorenkonsum. Ein Literaturüberblick. In SWS-Rundschau, 57. Jg., Heft 1, S. 108-126.

„Jedes Alter zählt“

Die Demografiestrategie der Bundesregierung

Die Demografiestrategie zielt darauf ab, die Chancen der Bevölkerungsentwicklung zu nutzen. Sie zählt alle Handlungsfelder auf, die für die politische Gestaltung des demografischen Wandels wichtig sind. Die Bundesregierung hat auf dieser Grundlage einen Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern aller staatlichen Ebenen, der Wirtschaft, der Sozialpartner, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft gestartet. Gemeinsame Arbeitsgruppen haben konkrete Lösungsansätze formuliert. Erste Ergebnisse wurden im Mai 2013 auf dem Demografiegipfel der Bundesregierung vorgestellt.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière veranstaltet am heutigen 16. März 2017 in Berlin unter Teilnahme der Bundeskanzlerin den Demografiegipfel „Zusammenhalt stärken – Verantwortung übernehmen“. Auf dieser Veranstaltung werden neueste Ergebnisse der zehn Arbeitsgruppen der Demografiestrategie vorgestellt. Darüber hinaus wird Bilanz gezogen: Was hat die Demografiepolitik in der aktuellen Legislaturperiode umgesetzt?

Neue Kultur des Alters

Franz Kolland hat 2016 in dem Sammelband „Gesellschaft im Wandel“ (Band 5) einen Beitrag mit dem Titel „Neue Kultur des Alters“ veröffentlicht (übrigens nahezu titelgleich mit dem 6. Altenbericht der Bundesregierung von 2010). Der Beitrag ist auch direkt als Studie abrufbar.

Im Mittelpunkt dieser Studie stehen die Dynamisierung und Heterogenisierung des Alter(n)s, Entwicklungen, wie sie in der internationalen Gerontologieforschung seit 1980er Jahren verstärkt diagnostiziert wurden. Inzwischen ist sogar von einer „Kultur des Alters“ die Rede, was zunächst an die frühe Studie „Older People and their Social World“ von Arnold M. Rose und Warren A. Peterson aus dem Jahre 1965 erinnern mag.

Anders als damals ist bei Kollands Beitrag aber davon auszugehen, daß mit diesem (neuen) Kulturverständnis des Alter(n)s keinerlei subkulturelle Assoziationen verbunden sind (was an der damalige Studie wiederholt kritisiert wurde), sondern strikte Aufwertung und Anerkennung.