Seniorenkonsum: Ein Literaturüberblick

Seit den 1950er-Jahren gibt es überhaupt erst Forschung über den Konsum älterer Menschen, speziell Senioren (65+), vorrangig in Nordamerika, und noch recht vereinzelt, seit den 1990er-Jahren, dann in Europa. Der Hauptfokus liegt auf dem Konsum im engeren Sinne, d. h. mit Blick auf sämtliche Aktivitäten rund um das Einkaufen. Alles, was mit der tatsächlichen Verwendung der Sach- oder Dienstleistungen im Alltag zu tun hat, wird demgegenüber stark vernachlässigt, wie eine erste Literaturauswertung zeigt. Der Beitrag dokumentiert den Stand der Seniorenkonsum-Forschung anhand dieser Unterscheidung und plädiert zum Schluss dafür, deutlich mehr Aufmerksamkeit für den Seniorenkonsum im weiteren Sinne, d. h. für die ­tatsächliche Verwendung der entsprechenden Sach- und Dienstleistungen durch ältere ­Konsumenten und Konsumentinnen aufzubringen.

Der Link zum Abstract.

Kai-Uwe Hellmann: Seniorenkonsum. Ein Literaturüberblick. In SWS-Rundschau, 57. Jg., Heft 1, S. 108-126.

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Serving seniors better

Service guidelines for supermarkets

In einem 2-Seiten-Text legten Simone Pettigrew, Katherine Mizerski und Robert Donovan 2004 im Australasian Journal on Aging (Vol. 23, S. 142-143) die Ergebnisse einer Studie vor, die von der „Positive Ageing Foundation of Australia“ und durch die Förderung des „Western Australian Department for Community Development, Seniors‘ Interests“ durchgeführt wurde. Gegenstand der Studie war eine Art Zufriedenheitsmessung von Senioren mit den Einkaufsbedingungen australischer Einkaufsstätten. Weiterlesen

Retailers‘ Offerings and Elderly Consumers‘ Needs

Do Retailers Understand the Elderly?

Ja, verstehen die Händler die Senioren? Diese Frage ist schon öfters Gegenstand einer Untersuchung gewesen. 1988 veröffentlichten James R. Lumpkin und Robert E. Hite im Journal of Business Research (Vol. 16, S. 313-326) eine entsprechende Studie, für die 1482 Personen einen entsprechenden Fragebogen ausgefüllt hatten. Außerdem wurden 161 „department stores managers/owners“ befragt. Zweck dieses Designs war es, beide Seiten – Händler und Verbraucher – hinsichtlich ihrer wechselseitigen Erwartungen zu spiegeln. Weiterlesen

Grocery shopping and an ageing population

David R. Goodwin und Rachel E. McElwee veröffentlichten 1999 im International Review of Retail, Distribution and Consumer Research (Vol. 9, S. 403-409) einen Beitrag, der sich mit der Wichtigkeit gewisser Attribute beim Einkaufen für ältere Konsumenten befaßte. Durchgeführt wurde die eigentliche Studie in Christchurch, Neuseeland.

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Food-Shopping Experiences of older Scottish Consumers

Wie schon bei Visvabharathy/Rink 1985 oder Underhill 1998 erörtert, ist bei älteren Konsumenten früher oder später darauf zu achten, daß aufgrund irgendwann unvermeidlich auftretender physischer und/oder psychischer Handicaps die Bedingungen der Möglichkeit des Einkaufens darauf adäquat eingestellt werden. Caroline Hare hat sich im Prinzip mit diesem Thema in ihrem Beitrag „The food-shopping experience: satisfaction survey of older Scottish consumers“ beschäftigt, 2003 im International Journal of Retail & Distribution Management (Vol. 31, S. 244-255) veröffentlicht.

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Contemporary Food Gatherers

A Study of Food Shopping Habits of an Elderly Urban Population

1973 veröffentlichten Edith M. Sherman und Margaret R. Brittan in The Gerontologist (S. 358-364) eine Art Wiederholungsstudie, die sich von ihrem Haupttitel her (gäbe es das „contemporary“ nicht) auf Nahrungssammler aus der Kalahariwüste beziehen könnte, am Ende aber (nur) ältere Konsumenten aus Denver zum Gegenstand hatte.

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Shopping Behavior of the Low Income Senior Citizen

Joseph Barry Mason und Brooks E. Smith veröffentlichen 1974 im Journal of Consumer Affairs (Vol. 8, S. 204-210) den Beitrag „An exploratory note on the shopping behaviour of the low income senior citizen„, der sich explizit mit Unterschichtkonsum befaßte, und das auch noch bei älteren Konsumenten: selten genug!

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