Umzug ins Altenheim

Anamaria DepnerDinge in Bewegung – zum Rollenwandel materieller Objekte. Eine ethnographische Studie über den Umzug ins Altenheim

Warum bauen Menschen zu Dingen eine Beziehung auf? Einen Beitrag zur Klärung dieser Frage bietet Anamaria Depners ethnologische Betrachtung des Umzugsprozesses ins Altenheim. Hierbei überrascht der Umgang mit den eigenen Sachen – nicht zuletzt, weil er mitunter destruktiv ist. Die Analyse der Beobachtungen zum situativen Bedeutungswechsel der Dinge und der Emotionen, die Menschen ihnen entgegenbringen, bilden die Grundlage für eine allgemeine Objekttheorie, die zeigt: Der Mensch-Ding-Beziehung liegt weniger die sogenannte Agency der Dinge zu Grunde als vielmehr ihre physisch-materielle Präsenz.

Die Untersuchung liefert ein empirisch fundiertes, theoretisches Modell für die Material Culture Studies sowie unterschiedliche Anknüpfungspunkte für gerontologische Forschung… mehr …

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Culture and Consumption among the Elderly

Three Research Objectives in an Emerging Field

1987 veröffentlichte Grant McCracken in Aging and Society (Vol. 7, S. 203-224) einen mehrschichtigen Beitrag, da er einerseits eine für die damalige Zeit sehr brauchbare Übersicht über den Stand der Konsumforschung mit einem besonderen Fokus auf das Verhältnis von Konsum, Konsumenten und Konsumobjekten lieferte, andererseits über ein laufendes ethnographisches Projekt berichtete, das McCracken damals in Ontario, Kanada, hinsichtlich des Verhältnisses älterer Menschen bezüglich ihrer eigenen Konsumobjekte durchführte.

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