Hilfe suchen, Hilfe geben in Heimwerkermärkten

Cathy Parker und Philippa Ward haben sich in ihrem Artikel „An analysis of role adoptions and scripts during customer-to-customer encounters“ aus dem Jahre 2000 mit der Frage beschäftigt, welche Beziehungsmuster festzustellen sind, wenn man in Heimwerkermärkten, speziell den Gartenbereich betreffend, darauf achtet, wer von den Kunden Hilfe sucht und wer von den Kunden Hilfe anbieten.

Ihre Forschung hat dabei vier Typen identifiziert:

  1. den reaktiven Hilfesucher, der nicht explizit-direkt, sondern durch Gesten der Hilflosigkeit anzeigt, daß er in einer Situation der Ratlosigkeit und Hilfebedürftigkeit steckt,
  2. den proaktiven Hilfesucher, der von sich aus andere Kunden anspricht, wenn er Probleme hat,
  3. den reaktiven Hilfegeber, der sich gerne als Experte anbietet, sofern er dementsprechend angesprochen wird, und
  4. den proaktiven Hilfegeber, der von sich aus die Initiative ergreift, mitunter auch unerwünscht, um seine Expertise weiterzugeben.

Im Rahmen des Fachblogs „Seniorenkonsum“ ist nun bemerkenswert, daß es sich bei Probanden für alle vier Typen überwiegend um ältere Personen im Ruhestand handelte.

Advertisements

Tagung“ Altern als Aufgabe“

Vertreter aus Wissenschaft und Praxis diskutieren individuelle und gesellschaftliche Herausforderungen

Das Altern als vielfältige Herausforderung sowohl für Individuen als auch die Gesellschaft steht im Mittelpunkt einer Tagung, zu der das Marsilius-Kolleg der Universität Heidelberg vom 7. bis 9. März 2018 einlädt. Vertreter verschiedener Disziplinen beschäftigen sich mit dem Altern als Gegenstand von Hoffnungen, Ängsten und Wünschen sowie von politischen Regulierungen und sozialen Vorgaben. Die Tagung „Altern als Aufgabe. Interdisziplinäre Perspektiven auf die imperative und die soziale Wirklichkeit des Alterns“ richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie an Wohlfahrtsverbände und andere zivilgesellschaftliche Organisationen, die mit konzeptionellen Fragen in diesem Bereich befasst sind. Zum Programm gehören auch zwei öffentliche Podiumsdiskussionen. Weiterlesen

Start of Research on Ageing and Care

The Centre of Excellence in Research on Ageing and Care (CoE AgeCare) is one of the 12 Centres of Excellence that are funded by the Academy of Finland in 2018–2025. The Centre includes more than 20 social policy analysts, sociologists and gerontologists from the Universities of Jyväskylä, Tampere and Helsinki who work together in analysing the challenges and opportunities that the ongoing societal transformation into to the aged or the superaged society is bringing forward. Research teams of the CoE are led by prof Teppo Kröger, prof Marja Jylhä, Dr Outi Jolanki, Dr Sirpa Wrede and Dr Sakari Taipale. This is not a merely Finnish project as we are working together with a large global network of leading researchers of ageing and care, and as we address international and global dimensions of ageing and aim to contribute to the international debate. Weiterlesen

20 Millionen bleiben auf der Strecke

Bremer Professor: „20 Millionen ältere Menschen bleiben bei der Digitalisierung auf der Strecke“

Von den über 70-Jährigen haben 10 Millionen das Internet noch nie genutzt / Weitere 10 Millionen Nutzer haben noch nie online eingekauft / Forderung: Sofort 330.000 Tablet-PCs für Seniorentreffs und Seniorenheime bereitstellen. Weiterlesen

Internetnutzung im Alter

Das Internet als Informations- und Kommunikationsmedium ist ein fester Bestandteil unseres Alltags. Befunde des Deutschen Alterssurveys (DEAS) zeigen zwar eine deutlich stärkere Nutzung des Internets in den Altersgruppen bis 69 Jahren, aber auch bei den 70-85-Jährigen gaben 33,1 % der Befragten an, das Internet häufig zu nutzen. Der Informationszweck steht dabei immer an erster Stelle, gefolgt von der Kontaktpflege zu Freunden, Bekannten und Verwandten (Tesch-Römer, Clemens; Weber, Constanze; Webel, Henry. (2016). Nutzung des Internets durch Menschen in der zweiten Lebenshälfte). Weiterlesen

Wanna go Clubbing?

Senior Citizens Clubs in Kuala Lumpur. Eine Ethnographie von Freizeitorganisationen für ältere Menschen von Carolin Oppermann

Senior Citizens Clubs stellen eine transnationale Form von Freizeitorganisationen für ältere Menschen dar. Als teilnehmende Beobachterin verbrachte Carolin Oppermann mehrere Monate in zwei Clubs in Kuala Lumpur und hat mit den Senioren getanzt, gesungen, gekocht, gemanagt, organisiert, gelernt, entspannt und diskutiert.

Ihre Analyse zeigt, wie diese älteren Menschen ihre Clubs formen – wie sie Mitgliedschaften inszenieren, Entscheidungen treffen, die Finanzierung sichern, Ordnungen immer wieder aushandeln und die Clubs mit Bedeutung versehen. Die Ethnographie bietet neue und unmittelbare Einblicke in die organisierte Freizeitgestaltung älterer Menschen.

Erschienen bei transcript. Hier eine Leseprobe.