Seniorenkonsum: Ein Literaturüberblick

Seit den 1950er-Jahren gibt es überhaupt erst Forschung über den Konsum älterer Menschen, speziell Senioren (65+), vorrangig in Nordamerika, und noch recht vereinzelt, seit den 1990er-Jahren, dann in Europa. Der Hauptfokus liegt auf dem Konsum im engeren Sinne, d. h. mit Blick auf sämtliche Aktivitäten rund um das Einkaufen. Alles, was mit der tatsächlichen Verwendung der Sach- oder Dienstleistungen im Alltag zu tun hat, wird demgegenüber stark vernachlässigt, wie eine erste Literaturauswertung zeigt. Der Beitrag dokumentiert den Stand der Seniorenkonsum-Forschung anhand dieser Unterscheidung und plädiert zum Schluss dafür, deutlich mehr Aufmerksamkeit für den Seniorenkonsum im weiteren Sinne, d. h. für die ­tatsächliche Verwendung der entsprechenden Sach- und Dienstleistungen durch ältere ­Konsumenten und Konsumentinnen aufzubringen.

Der Link zum Abstract.

Kai-Uwe Hellmann: Seniorenkonsum. Ein Literaturüberblick. In SWS-Rundschau, 57. Jg., Heft 1, S. 108-126.

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Age and Aging

Rebecca Leach hat 2011 in der Encyclopedia of Consumer Culture, Band 1, herausgegeben von Dale Southerton, einen Beitrag zum Thema „Age and Aging“ eingebracht. Gleich zu Beginn konstatiert sie dabei:

Old age, however, has been virtually absent, in terms of volume of work, as a relevant area of study in the proliferation of work on consumer cultures.“ (S. 24)

Dies ist sicherlich eine zutreffende Diagnose. Leider ändert Leach an diesem ’state of the art‘ selber nur wenig. Weiterlesen

Struktur der Konsumausgaben privater Haushalte 2008

Was im Report Altersdaten 1/13 des Deutschen Zentrums für Altersfragen für das Thema „Seniorenkonsum“ besonders relevant ist, läßt sich der Abbildung 5 „Struktur der Konsumausgaben privater Haushalte nach Renten- und Pensionsbezug 2008“ entnehmen:

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Chocolate Consumption as a remedy against dementia?

Franz H. Messerli hat im New England Journal of Medicine eine Studie veröffentlicht, die sich mit der kognitionsfördernden Wirkung von Schokoladenkonsum befaßt, der u. a. dazu beitragen könnte, das Demenzrisiko zu lindern. Die eigentliche Stoßrichtung seiner Studie geht jedoch dahin, die positive Wirkung von Schokoladenkonsum auf die kognitive Kapazität durch eine Korrelation zu ermitteln, die die Anzahl von Nobelpreisgewinnern (bis 2011) mit dem Schokoladenkonsum in den jeweiligen Nationen in Verbindung bringt. Mit anderen Worten: Je höher der Schokoladenkonsum, desto mehr Nobelpreisgewinner (und vice versa?).

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The Social Dilemma of the Aging Leisure Participant

1965 erschien der Sammelband „Older People and their Social World“, herausgegeben von Arnold M. Rose und Warren A. Peterson. Der Untertitel lautete „The Sub-culture of the Aging“, womit angezeigt war, daß die Herausgeber, wie Rose in seinem Eingangsbeitrag erläuterte, die These prüfen wollten, ob sich aufgrund der demographischen Entwicklung in den USA eine Art Clusterbildung älterer Menschen an bestimmten Orten feststellen ließe, durch welche diese sich selbst als eine eigenständige Subkultur begreifen lernen, mit spezifischen, sie von anderen Kohorten eindeutig abgrenzenden Strukturen und Prozessen.

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