Seniorenkonsum: Ein Literaturüberblick

Seit den 1950er-Jahren gibt es überhaupt erst Forschung über den Konsum älterer Menschen, speziell Senioren (65+), vorrangig in Nordamerika, und noch recht vereinzelt, seit den 1990er-Jahren, dann in Europa. Der Hauptfokus liegt auf dem Konsum im engeren Sinne, d. h. mit Blick auf sämtliche Aktivitäten rund um das Einkaufen. Alles, was mit der tatsächlichen Verwendung der Sach- oder Dienstleistungen im Alltag zu tun hat, wird demgegenüber stark vernachlässigt, wie eine erste Literaturauswertung zeigt. Der Beitrag dokumentiert den Stand der Seniorenkonsum-Forschung anhand dieser Unterscheidung und plädiert zum Schluss dafür, deutlich mehr Aufmerksamkeit für den Seniorenkonsum im weiteren Sinne, d. h. für die ­tatsächliche Verwendung der entsprechenden Sach- und Dienstleistungen durch ältere ­Konsumenten und Konsumentinnen aufzubringen.

Der Link zum Abstract.

Kai-Uwe Hellmann: Seniorenkonsum. Ein Literaturüberblick. In SWS-Rundschau, 57. Jg., Heft 1, S. 108-126.

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Overlooked senior citizen market

Eine der ersten Publikationen von Alan J. Greco ist der Beitrag „Overlooked senior citizen market lends itself well to a segmentation approach„, 1984 in Marketing News (Vol. 18, S. 7) veröffentlicht. Der Wert dieses Beitrags ist heutzutage vor allem historischer Natur, da er in einer populärwissenschaften Zeitschrift anzeigte, daß die Seniorenmarketingforschung damals noch ganz in den Kinderschuhen steckte und selbst die Segmentierungsfrage noch weitgehend unentschieden war.

Understanding heterogeneity among elderly consumers

An evaluation of segmentation approaches in the functional food market

Daß sich ältere Menschen und Senioren mitnichten homogen verhalten, ist in der Seniorenkonsum- und -marketingforschung längst erkannt worden, ohne daß schlüssige Konzepte gibt, wie damit am besten umzugehen wäre.

Inzwischen verbreitet sich diese Erkenntnis auch in anderen Disziplinen hinein. So veröffentlichten Lotte D. T. van der Zanden, Ellen van Kleef,René de Wijk und Hans C. M. van Trijp 2014 in Nutrition Research Reviews (Vol. 27, S. 159-171) einen Beitrag, der sich mit der Frage der Segmentierung des Seniorenmarktes beschäftigt, soweit es „functional food“, also Nahrungsmittel mit besonderen, gesundheitsförderlichen Komponenten. Weiterlesen

Segmenting the grey market

The Case of Fifty-Plus „Lifegroups“

Wie schon angesprochen, begann sich die Forschung zur Segmentierung des Seniorenmarktes im Laufe der 1990er Jahre zu konsolidieren. In diesem Trend liegt auch der Beitrag von Marylyn Carrigan, 1998 im Journal of Marketing Practice: Applied Marketing Service (Vol. 4, S. 43-56) veröffentlicht.

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Segmenting the Senior Citizen Market

Die Segmentierung des Seniorenmarktes nahm, nachdem man sich von der Homogenitätsannahme allmählich emanzipiert hatte, in den 1980er Jahren Fahrt auf. So veröffentlichten Warren A. French und Richard Fox 1985 im kurz zuvor erst gegründeten Journal of Consumer Marketing (Vol. 2, No. 1, S. 61-72) einen Beitrag, der sich mit dieser Forschungs- wie Praxis-seitig gleichermaßen bedeutsamen Frage befaßte.

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