Keine Frage des Alters: Berühren, streicheln, kuscheln

Sexualität im Alter steht im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins ProAlter

Berühren, streicheln, kuscheln: Körperkontakt wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Er baut das Selbstwertgefühl auf und Stress ab, lindert Schmerzen und wirkt Depressionen entgegen. Durch Körperkontakt – ohne sexuelle Intentionen – werden positive Emotionen im Gehirn ausgelöst. Selbst kurze Umarmungen können diese Effekte auslösen. Dennoch werde das Tastsinnessystem „gnadenlos unterschätzt“, sagt Martin Grunwald, Leiter des Haptik-Labors der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Weiterlesen

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Lust, Oma und Opa?

Tabuthema Sex im Alter

Jetzt mal ehrlich – kritisch, hintergründig und informativ gehen Rainer Maria Jilg und Vivian Perkovic Fragen nach, die Menschen in Bayern beschäftigen. Egal ob aus Politik, Wirtschaft oder Kultur: Sie sind dort, wo sich in Bayern etwas bewegt – oder bewegen muss.

29.02.2016 | 44 Min. | Verfügbar bis 28.02.2017 | Quelle: Bayerischer Rundfunk 2016

Sexuality in the older person

Wie so manches, wurde in den letzten Jahren auch verstärkt das Tabu „Sex im Alter“ hinterfragt, einzelne Beiträge wurden hier ja schon vorgestellt, wie „Sexuality in older adults: behaviours and preferences“ oder „New sex for old„. Der Beitrag „Sexuality in the older person“ von Belinda Kessel, 2001 in Age and Ageing (Vol. 30, S. 121-124) veröffentlicht, zählt ebenfalls dazu. Weiterlesen

Cougars on the prowl?

New perceptions of older women’s sexuality

Wie schon im Beitrag von Stephan Katz und Barbara Marshall, geht es auch im Beitrag von Beth Montemurro und Jenna Marie Siefken, 2014 im Journal of Aging Studies (Vol. 28, S. 35-43) veröffentlicht, um die Frage der Sexualität älterer Frauen – eine Fragestellung, die unter gewissen Umständen auch die Konsumforschung betrifft, gerade wenn es um das Image (weiblicher) „Cougars“ (Cougar auf dtsch. Puma, die größte Raubkatze Nordamerikas) geht, die gezielt Sex mit jüngeren Männer suchen, durchaus dafür bezahlend und damit konsumierend.

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New sex for old

Lifestyle, consumerism and the ethics of aging well

Stephen Katz und Barbara Marshall veröffentlichten 2003 im Journal of Aging Studies (Vol. 17, S. 3-16) einen Beitrag, der sich mit einer Art kulturellem Imperativ befaßt, wonach Älterwerden und eine gesteigerte Sexaktivität geradezu synonym zu werden drohen: Heutzutage hat sich die Vitalität, ja die Lebenstüchtigkeit von Senioren auch darin zu beweisen, daß sie in ihrem Interesse an praktiziertem Sex keineswegs nachlassen, sondern alles dafür tun, sei es Viagra nehmen, entsprechende Medikamente schlucken oder sich technologisch aufzurüsten, um Anschluß zu halten. Dabei gehe der Trend in Richtung „post-humanism“.

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Sexuality in older adults: behaviours and preferences

Terrie Beth Ginsberg, Sherry C. Pomerantz und Veronika Kramer-Feeley veröffentlichten 2005 in Age and Ageing Ergebnisse eines Forschungsprojekts zum Sexualverhalten älterer Menschen in New Jersey, USA. An der Studie nahmen 166 Senioren teil, bei einem Durchschnittsalter von 76 Jahre (61-91 Jahre). 37 Prozent waren männlichen, 63 Prozent weiblichen Geschlechts. 83 Prozent lebten alleine, 14 Prozent mit ihrem Ehe- oder Lebenspartner, 3 Prozent mit anderen.

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Senioren ist Kuscheln wichtiger als Sex

Im höheren Lebensalter bleibt die sexuelle Zufriedenheit stabil. Zudem hat Zärtlichkeit im Vergleich zur Sexualität im Alltag älterer Paare eine höhere Priorität. Zu diesen Ergebnissen kommt ein Wissenschaftlerteam der Universitätsmedizin Rostock und der Queen Mary University of London, Barts and the London School of Medicine and Dentistry bei der Untersuchung verheirateter älterer Männer und Frauen. Die Ergebnisse veröffentlichte kürzlich die renommierte Fachzeitschrift PlosOne.

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