Seniorenkonsum: Ein Literaturüberblick

Seit den 1950er-Jahren gibt es überhaupt erst Forschung über den Konsum älterer Menschen, speziell Senioren (65+), vorrangig in Nordamerika, und noch recht vereinzelt, seit den 1990er-Jahren, dann in Europa. Der Hauptfokus liegt auf dem Konsum im engeren Sinne, d. h. mit Blick auf sämtliche Aktivitäten rund um das Einkaufen. Alles, was mit der tatsächlichen Verwendung der Sach- oder Dienstleistungen im Alltag zu tun hat, wird demgegenüber stark vernachlässigt, wie eine erste Literaturauswertung zeigt. Der Beitrag dokumentiert den Stand der Seniorenkonsum-Forschung anhand dieser Unterscheidung und plädiert zum Schluss dafür, deutlich mehr Aufmerksamkeit für den Seniorenkonsum im weiteren Sinne, d. h. für die ­tatsächliche Verwendung der entsprechenden Sach- und Dienstleistungen durch ältere ­Konsumenten und Konsumentinnen aufzubringen.

Der Link zum Abstract.

Kai-Uwe Hellmann: Seniorenkonsum. Ein Literaturüberblick. In SWS-Rundschau, 57. Jg., Heft 1, S. 108-126.

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Wohlbefinden im hohen Alter weist viele Facetten auf

Eine gerade in der Fachzeitschrift „Psychology and Aging“ veröffentlichte Studie zeigt, wie vielschichtig das Wohlbefinden im sehr hohen Lebensalter ist. Forscher der Universität Heidelberg befragten 124 Personen im Alter von 87 bis 97 Jahren über einen Zeitraum von vier Jahren zu verschiedenen Aspekten ihres subjektiven Wohlbefindens.
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Time, Consumption, and the Older Consumer

An Interpretative Study of the Cognitively Young

2001 veröffentlichten Isabelle Szmigin und Marylyn Carrigan in Psychology & Marketing (Vol. 18, S. 1091-1116) einen Beitrag, der anfangs Einblick gibt in die damals laufende Forschung zum Verhältnis von Konsum und Zeit, um anschließend die drei Unterscheidungen „change and continuity“, „limits and choices“ and „tempo“ (schnell/langsam) von Marilyn A. Dapkus für die Strukturierung der Ergebnisse ihrer qualitativen Befragung älterer Konsumenten (acht Probanden zwischen 51 und 76 Jahren) einzusetzen. Die geplante Erhebung von Konsumaktivitäten kommt demgegenüber gänzlich zu kurz.

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